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Was Tun bei Aphten: Ursachen, Sofortmassnahmen und Tipps

Das Wichtigste auf einen Blick

Aphten sind schmerzhafte, aber harmlose Geschwüre auf der Mundschleimhaut. Sie heilen in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Tagen von selbst ab. Sofortmassnahmen wie Kochsalzspülungen, Kühlung und lokale Pflegeprodukte können die Beschwerden deutlich lindern. Anhaltende oder sehr grosse Aphten sollten ärztlich abgeklärt werden.

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Was sind Aphten?

Aphten (medizinisch: Aphthen oder aphthöse Geschwüre) sind kleine, rundliche Schleimhautgeschwüre, die sich typischerweise auf der Mundschleimhaut bilden. Sie sind an einem weisslich-gelblichen Belag mit einem roten Rand erkennbar. Die betroffenen Stellen sind oft stark druckempfindlich und schmerzen besonders beim Essen, Trinken oder Sprechen.

Obwohl Aphten häufig und unangenehm sind, handelt es sich um eine harmlose Erkrankung. Sie sind nicht ansteckend und haben nichts mit dem Herpes-Virus zu tun, auch wenn beide Erkrankungen im Mundbereich auftreten können. Aphten entstehen ausschliesslich auf der Mundschleimhaut und den Lippen innen, während Herpes-Bläschen eher ausserhalb der Mundhöhle, also auf der Haut der Lippen, vorkommen.

Man unterscheidet grundsätzlich drei Typen:

Typ Grösse Heilungsdauer Häufigkeit
Minor-Aphten Bis 1 cm 7-14 Tage Häufigste Form (ca. 80%)
Major-Aphten Über 1 cm Bis zu 6 Wochen Selten
Herpetiforme Aphten Sehr klein, viele 1-2 Wochen Selten

Ursachen und Auslöser von Aphten

Die genaue Ursache von Aphten ist medizinisch noch nicht abschliessend geklärt. Es gibt jedoch mehrere bekannte Auslöser und Risikofaktoren, die das Auftreten von Aphten begünstigen können.

Mechanische Verletzungen

Eine der häufigsten unmittelbaren Ursachen ist eine kleine Verletzung der Mundschleimhaut. Dies kann durch versehentliches Beissen auf die Wange oder Zunge, durch scharfe Speisen wie Chips oder Brot-Krusten, durch schlecht sitzende Zahnprothesen oder durch das Benutzen einer zu harten Zahnbürste entstehen.

Stress und psychische Belastung

Viele Betroffene beobachten, dass Aphten gehäuft in stressreichen Phasen auftreten. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass Stress das Immunsystem schwächt und die Regenerationsfähigkeit der Schleimhäute beeinflusst.

Nährstoffmangel

Ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kann die Entstehung von Aphten fördern. Besonders relevant sind:

  • Vitamin B12
  • Folsäure
  • Eisen
  • Zink

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Bestimmte Lebensmittel können bei manchen Menschen Aphten auslösen oder verschlimmern. Typische Auslöser sind säurehaltige Früchte (Zitrusfrüchte, Tomaten), scharfe Gewürze, Schokolade oder harte Speisen.

Hormonelle Schwankungen

Besonders Frauen berichten häufig von Aphten im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, was auf einen hormonellen Einfluss hindeutet.

Weitere Faktoren

Auch Natrium-Laurylsulfat (ein Schäumungsmittel in manchen Zahnpasten), Rauchen (paradoxerweise treten Aphten bei Rauchern seltener auf, bei einem Rauchstopp häufiger), sowie bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen.

Sofortmassnahmen bei Aphten

Wenn eine Aphte auftritt, gibt es mehrere Sofortmassnahmen, die die Beschwerden lindern und den Heilungsprozess unterstützen können.

Kühlung

Sofortige Kühlung mit kaltem Wasser oder einem Eiswürfel kann den Schmerz innerhalb von Minuten deutlich reduzieren. Halten Sie kaltes Wasser für kurze Zeit über der Aphte oder lutschen Sie vorsichtig an einem Eiswürfel. Achten Sie dabei darauf, den Eiswürfel nicht direkt und dauerhaft auf die Schleimhaut zu drücken, da extreme Kälte ebenfalls reizen kann.

Reizende Speisen meiden

Unmittelbar nach dem Auftreten einer Aphte sollten Sie auf säurehaltige Lebensmittel (Zitrusfrüchte, Tomaten), sehr scharfe oder sehr harte Speisen sowie heisse Getränke verzichten. All diese Faktoren können den Schmerz verstärken und den Heilungsprozess verzögern.

Sanfte Mundhygiene

Zähneputzen bleibt wichtig, aber wählen Sie eine weiche Zahnbürste und putzen Sie im betroffenen Bereich besonders vorsichtig. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Zahnpasten mit Natrium-Laurylsulfat, da dieses die Schleimhaut reizen kann. Es gibt spezielle SLS-freie Zahnpasten, die für Aphten-Betroffene besser geeignet sein können.

Mundspülungen

Spülungen mit warmem Salzwasser (ein Teelöffel Salz auf ein Glas Wasser) können mehrmals täglich angewendet werden und haben eine milde antiseptische Wirkung. Spülen Sie ca. 30 bis 60 Sekunden und spucken Sie das Wasser dann aus.

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Bewährte Hausmittel gegen Aphten

Viele Hausmittel, die seit Generationen zur Linderung von Aphten eingesetzt werden, haben durchaus eine plausible Wirkbasis. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber die Beschwerden spürbar reduzieren.

Kochsalzlösung

Die einfachste und am häufigsten empfohlene Methode. Salz hat eine leicht desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung. Lösen Sie einen Teelöffel Kochsalz in einem Glas warmem Wasser auf und spülen Sie damit mehrmals täglich, vor allem nach den Mahlzeiten.

Kamillentee

Kamille ist für ihre beruhigende und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Brühen Sie starken Kamillentee auf, lassen Sie ihn auf Körpertemperatur abkühlen und spülen Sie damit den Mund oder tupfen Sie einen getränkten Wattebausch auf die betroffene Stelle. Mehrmals täglich angewendet kann dies den Heilungsprozess unterstützen.

Salbeitee

Salbei enthält ätherische Öle mit antibakteriellen Eigenschaften und ist ein bewährtes Hausmittel bei Mundschleimhautproblemen. Zubereitung und Anwendung erfolgen ähnlich wie beim Kamillentee.

Honig

Honig hat nachgewiesene antibakterielle Eigenschaften und kann die Wundheilung unterstützen. Tragen Sie eine kleine Menge reinen Honig direkt auf die Aphte auf. Da Honig an der feuchten Mundschleimhaut nicht gut haftet, empfiehlt sich die Anwendung nach dem Essen und Trinken. Manuka-Honig gilt aufgrund seiner besonders hohen antibakteriellen Aktivität als besonders wirksam.

Aloe vera

Aloe-vera-Gel kann direkt auf die Aphte aufgetragen werden. Es hat kühlende, feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Eigenschaften. Verwenden Sie ausschliesslich pures Aloe-vera-Gel ohne Zusätze und Konservierungsstoffe.

Kokosöl

Kokosöl enthält Laurinsäure mit antimikrobiellen Eigenschaften. Das sogenannte "Ölziehen" (ein bis zwei Teelöffel Öl im Mund halten und durch die Zähne ziehen) ist eine traditionelle Methode, die von manchen Betroffenen als hilfreich beschrieben wird, wissenschaftlich aber noch nicht ausreichend belegt ist.

Was hilft aus der Apotheke?

Neben Hausmitteln gibt es verschiedene Produkte aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt, die bei Aphten eingesetzt werden können.

Lokale Betäubungsmittel

Gele oder Lösungen mit betäubenden Wirkstoffen wie Lidocain oder Benzocain können den Schmerz vorübergehend lindern. Sie eignen sich besonders, wenn Aphten das Essen oder Sprechen stark beeinträchtigen. Die Wirkung hält in der Regel ein bis zwei Stunden an.

Kortikosteroid-haltige Mittel

Bei stark entzündeten oder sehr schmerzhaften Aphten können vom Arzt verschriebene kortikosteroidhaltige Präparate die Entzündung reduzieren und den Heilungsprozess beschleunigen. Diese Mittel sind nur auf ärztliche Empfehlung anzuwenden.

Pflanzliche Pflegesalben

Pflanzliche Produkte wie Cikaflogo Mundheilsalbe kombinieren natürliche Wirkstoffe, die die Mundschleimhaut pflegen und beruhigen. Sie sind rezeptfrei erhältlich und können regelmässig angewendet werden, um die betroffenen Stellen zu schützen und die Heilung zu unterstützen. Im Gegensatz zu betäubenden Mitteln verfolgen solche Produkte einen pflegenden Ansatz.

Antiseptische Mundspülungen

Chlorhexidin-haltige Mundspülungen aus der Apotheke reduzieren die Bakterienlast im Mund und können die Heilung fördern. Sie sollten jedoch nicht dauerhaft angewendet werden, da sie die natürliche Mundflora beeinflussen können.

Ernährung bei Aphten

Was Sie während einer Aphten-Episode essen und trinken, hat einen erheblichen Einfluss auf Ihre Beschwerden. Einige Lebensmittel reizkönnen die Heilung verzögern, andere können sie unterstützen.

Lebensmittel, die Sie meiden sollten

  • Zitrusfrüchte und Fruchtsäfte (Orangen, Zitronen, Grapefruit)
  • Tomaten und Tomatenprodukte
  • Scharfe Gewürze und Chili
  • Harte, knusprige Speisen (Chips, Rusk, Brot-Krusten)
  • Sehr heisse Getränke und Speisen
  • Alkohol und Alkohol-haltige Mundspülungen

Gut verträgliche Lebensmittel

  • Weiches, lauwarmes Essen (Kartoffelpüree, Suppen, Joghurt)
  • Milchprodukte wie Milch und stilles Wasser kühlen ohne zu reizen
  • Smoothies und Shakes (nicht zu sauer)
  • Bananen und weiche Früchte
  • Gekochte Getreidebrei-Gerichte

Nährstoffe gezielt zuführen

Wenn Aphten häufig auftreten, kann ein Nährstoffmangel eine Rolle spielen. Lassen Sie gegebenenfalls beim Arzt Ihre Blutbilder überprüfen. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 (Fleisch, Eier, Milchprodukte, angereicherte Lebensmittel), Folsäure (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte), Eisen (rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse) und Zink (Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen) kann das Auftreten von Aphten reduzieren.

Wann sollten Sie zum Arzt?

In den meisten Fällen heilen Aphten ohne ärztliche Behandlung ab. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Arztbesuch sinnvoll oder notwendig ist.

Situation Massnahme
Aphte heilt nicht innerhalb von 3 Wochen Zahnarzt oder Arzt aufsuchen
Aphte ist grösser als 1 cm Ärztliche Abklärung empfohlen
Schmerzen sind sehr stark Arzt für medikamentöse Behandlung
Aphten treten sehr häufig auf (mehr als 3x pro Jahr) Ursachenforschung beim Arzt
Aphten mit Fieber oder Abgeschlagenheit Arzt aufsuchen
Kinder unter 12 Jahren mit starken Aphten Kinderarzt konsultieren

Besonders wichtig: Wenn sich ein Geschwür im Mund nicht zurückbildet, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, da in seltenen Fällen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.

Aphten vorbeugen

Wer regelmässig an Aphten leidet, möchte natürlich auch wissen, wie man ihr Auftreten reduzieren kann.

Stressmanagement

Da Stress einer der häufigsten Auslöser ist, können Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, ausreichend Schlaf und Sport dazu beitragen, das Aphten-Risiko zu senken.

Zahnhygiene optimieren

Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste, wechseln Sie gegebenenfalls auf eine SLS-freie Zahnpasta und achten Sie auf sanftes, aber gründliches Zähneputzen.

Ernährungstagebuch führen

Wenn Sie beobachten, dass bestimmte Lebensmittel bei Ihnen Aphten auslösen, führen Sie ein Ernährungstagebuch. So lassen sich individuelle Auslöser identifizieren und vermeiden.

Nährstoffversorgung sicherstellen

Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung oder eine gezielte Nahrungsergänzung kann die Widerstandsfähigkeit der Schleimhäute stärken.

Mundschleimhaut schützen

Vermeiden Sie mechanische Verletzungen durch zu hartes Beissen, scharfe Speisen oder unachtsames Zähneputzen.

Fazit: Was tun bei Aphten?

Aphten sind unangenehm, aber in aller Regel harmlos und heilen von selbst ab. Die wichtigsten Massnahmen sind: Reizauslöser meiden, sanfte Mundspülungen mit Salzwasser oder Kräutertees, Kühlung zur Schmerzlinderung und eine angepasste Ernährung. Ergänzend können lokale Pflegeprodukte aus der Apotheke oder Drogerien helfen, die betroffenen Stellen zu schützen und den Heilungsprozess zu begleiten. Bei grossen, anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Aphten ist ein Arztbesuch ratsam, um andere Ursachen auszuschliessen.

Häufige Fragen zu Aphten

Wie lange dauert es, bis Aphten abheilen?
Minor-Aphten, die häufigste Form, heilen in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Tagen von selbst ab. Grössere Aphten (Major-Aphten) können bis zu 6 Wochen benötigen. Wenn eine Aphte nach 3 Wochen noch nicht abgeheilt ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Sind Aphten ansteckend?
Nein, Aphten sind nicht ansteckend. Sie entstehen nicht durch Viren oder Bakterien, die von Person zu Person übertragen werden können. Aphten können daher weder durch Küssen noch durch gemeinsames Benutzen von Besteck übertragen werden.
Kann ich Aphten mit normaler Zahnpasta behandeln?
Normale Zahnpasta ist nicht zur Behandlung von Aphten geeignet. Manche Zahnpasten enthalten Natrium-Laurylsulfat (SLS), das die Schleimhaut reizen und den Schmerz bei Aphten verstärken kann. Für Aphten-Betroffene empfehlen sich SLS-freie Alternativen. Zur direkten Behandlung einer Aphte eignen sich spezielle Pflegegele oder Mundspülungen besser als Zahnpasta.
Helfen Kortison-Präparate bei Aphten?
Kortisonhaltige Präparate können bei besonders schmerzhaften oder grossen Aphten die Entzündung reduzieren und den Heilungsprozess beschleunigen. Sie sind jedoch verschreibungspflichtig und sollten nur auf ärztliche Empfehlung angewendet werden. Für normale Minor-Aphten sind sie in der Regel nicht notwendig.
Warum bekomme ich immer wieder Aphten?
Wiederkehrende Aphten (rezidivierende Aphthen) können verschiedene Ursachen haben: chronischer Stress, ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen (besonders B12, Folsäure, Eisen, Zink), hormonelle Schwankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder eine genetische Veranlagung. Wenn Sie mehr als drei- bis viermal pro Jahr an Aphten leiden, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert.
Quellen und weiterführende Informationen:
  • Deutsches Ärzteblatt: Aphthöse Stomatitis (Übersichtsartikel)
  • Bundeszahnärztekammer: Informationen zur Mundschleimhaut
  • Mayo Clinic: Canker sore (Aphthous ulcer) - Overview
  • Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)

Rechtliche Hinweise

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Stand: 24.04.2026